CFD Broker Übersicht 2026: Anbieter im Vergleich
CFD Broker sind Plattformen, über die du Contracts for Difference handeln kannst — Derivate, mit denen du auf Kursänderungen von Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Währungen spekulierst, ohne den Basiswert selbst zu besitzen. Auf dieser Seite stellen wir die bekanntesten Anbieter vor, die in Deutschland aktiv und reguliert sind.
Was sind CFDs?
Ein Contract for Difference (CFD) ist ein Vertrag zwischen dir und dem Broker über die Kursdifferenz eines Basiswerts zwischen Kauf- und Verkaufszeitpunkt. Steigt der Kurs und du hast eine Long-Position, machst du Gewinn — fällt er, entsteht ein Verlust. CFDs werden oft mit Hebel gehandelt, was sowohl Gewinne als auch Verluste verstärkt.
Typische Basiswerte für CFDs sind Aktienindizes (DAX, S&P 500), einzelne Aktien, Rohstoffe (Gold, Öl), Devisen (Forex) und Kryptowährungen. Der wichtigste Unterschied zum klassischen Aktienkauf: Du besitzt den Basiswert nicht — du spekulierst nur auf seine Kursbewegung. Das ermöglicht auch Short-Positionen, was bei Aktien ohne CFD deutlich komplizierter wäre.
Worauf solltest du bei der Wahl eines CFD Brokers achten?
Regulierung: Der Broker sollte durch die BaFin, CySEC oder eine gleichwertige EU-Behörde lizenziert sein. Das sichert Anlegerschutz, Einlagensicherung und klare Beschwerdewege. Eine BaFin-Lizenz ist für deutsche Nutzer das stärkste Vertrauenssignal.
Spreads und Gebühren: CFD-Broker verdienen primär über den Spread. Je enger der Spread, desto günstiger für dich. Zusätzlich können Übernachtgebühren (Swap-Gebühren) und Inaktivitätsgebühren anfallen.
Plattform und Demokonto: Für aktive Trader zählt die Qualität der Handelssoftware. Alle auf dieser Seite genannten Broker bieten ein kostenloses Demokonto an.
CFD Broker im Überblick
eToro
eToro wurde 2007 gegründet und zählt heute zu den bekanntesten Social-Trading-Plattformen weltweit. In Deutschland ist der Broker über die eToro Europe Ltd. durch die CySEC lizenziert und besitzt einen EU-Pass für alle Mitgliedstaaten. Das Alleinstellungsmerkmal ist der CopyTrader: Nutzer können die Portfolios ausgewählter Trader in Echtzeit spiegeln — ein Ansatz, der besonders für Einsteiger attraktiv ist.
Das CFD-Angebot umfasst Indizes, Rohstoffe, Währungspaare und Einzelaktien. EUR/USD kostet 0,005 % pro Trade. EU-Kunden können neben dem USD-Konto ein EUR-Konto führen; Auszahlungen vom EUR-Konto sind kostenlos, vom USD-Konto kosten sie 5 USD.
XTB
XTB (X-Trade Brokers) ist seit 2016 an der Warschauer Börse notiert. Deutsche Kunden betreut die XTB S.A. German Branch in Berlin, die bei der BaFin registriert ist; die Hauptaufsicht liegt bei der polnischen KNF. Das Angebot umfasst über 12.000 Instrumente: Aktien-CFDs, Index-CFDs, Rohstoffe, Forex und ETF-CFDs.
Die hauseigene Plattform heißt xStation 5. Bis zu einem Handelsvolumen von 100.000 € pro Monat fällt keine Kommission an. Die Mindesteinzahlung beträgt 1 €. Neukunden erhalten 90 Tage lang 3,5 % p.a. Zinsen auf Guthaben (bis 100.000 €), danach 1,0 %.
Plus500
Plus500 ist eine reine CFD-Plattform mit eigener Handelssoftware. Der Anbieter verdient nach eigenen Angaben vor allem am Spread, also an der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs; für Ein- und Auszahlungen berechnet Plus500 selbst keine Gebühren.
Kunden in Deutschland betreut die Plus500CY Ltd, reguliert von der CySEC (Lizenz 250/14). Zu beachten: Plus500 erhebt eine Inaktivitätsgebühr von bis zu 10 USD pro Monat, wenn man sich mindestens 3 Monate nicht in das Konto einloggt.
Capital.com
Capital.com bietet nach eigenen Angaben Zugang zu über 5.500 Märkten. Neben CFDs gibt es Knock-outs, bei denen der maximale Verlust vor der Eröffnung feststeht, sowie Aktien und ETFs mit Eigentum am Basiswert.
Gehandelt wird über die eigene Web-Plattform und App; zusätzlich werden MT4, MT5 und TradingView unterstützt. Zugelassen und reguliert ist der Anbieter von der zyprischen Aufsicht CySEC.
IG
Kunden in Deutschland handeln bei IG über die IG Europe GmbH in Frankfurt am Main, die von der BaFin und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt wird. Das Angebot umfasst CFDs, Knock-Outs (Turbo24), Barriers und Vanilla Options auf über 17.000 Basiswerte.
Das Plattformangebot ist das breiteste im Vergleich: neben der eigenen Plattform stehen MetaTrader 4, ProRealTime und TradingView zur Verfügung. Der EUR/USD-Spread beginnt bei 0,9 Pips. Per Banküberweisung gibt es keinen Mindestbetrag. Als Besonderheit bietet IG Wochenendhandel auf ausgewählte Indizes, Devisen und Kryptowerte.
Wie handelst du CFDs möglichst sicher?
CFD-Handel lässt sich nicht risikolos machen — aber du kannst das Risiko durch klare Regeln deutlich reduzieren.
1. Demokonto zuerst. Alle fünf genannten Broker bieten kostenlose Demokonten an. Nutze sie, bis du die Plattform und das Verhalten der Positionen wirklich verstehst — nicht nur ein paar Stunden, sondern mehrere Wochen.
2. Nur mit Kapital handeln, das du entbehren kannst. CFDs sind kein Sparprodukt. Setze ausschließlich Geld ein, dessen Verlust du ohne finanzielle Konsequenzen verkraften könntest.
3. Stop-Loss konsequent setzen. Jede CFD-Position sollte einen vorab definierten Stop-Loss haben. Das begrenzt automatisch den maximalen Verlust einer Position.
4. Hebel niedrig halten. Die ESMA erlaubt für Privatanleger maximal 1:30 auf Forex — das bedeutet nicht, dass du diesen Hebel nutzen solltest. Gerade am Anfang sind kleine Hebel (1:2 bis 1:5) deutlich sicherer.
5. Keine Positionen über Nacht ohne Grund. Übernachtgebühren (Swaps) summieren sich — besonders bei höherem Hebel.
6. Nur regulierte Broker nutzen. Ein regulierter Broker ist verpflichtet, Kundengelder getrennt von Firmengeldern zu halten. Das ist ein wichtiger Schutz im Insolvenzfall.
Risiken & Hinweise
Die EU verpflichtet alle regulierten CFD-Broker, die Verlustquote ihrer Privatkundenkonten öffentlich auszuweisen. Bei den auf dieser Seite genannten Anbietern liegt diese Quote zwischen 51 % und 80 %.
Hebelwirkung: Die ESMA begrenzt den Hebel für Privatanleger: maximal 1:30 für Hauptwährungspaare, 1:20 für Indizes, 1:10 für Rohstoffe und 1:2 für Kryptowährungen.
Übernachtgebühren (Swaps): Wer Positionen über Nacht hält, zahlt täglich Finanzierungskosten. Bei längeren Haltedauern können diese erheblich sein.
CFDs sind nicht für jeden geeignet. Setze nur Kapital ein, dessen Verlust du verkraften kannst. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr — Stand: Juni 2026.
Häufige Fragen
Was ist ein CFD Broker?+
Ein CFD Broker ist eine Plattform, über die du Contracts for Difference (CFDs) handeln kannst — Derivate, mit denen du auf Kursänderungen von Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Währungen spekulierst, ohne den Basiswert zu besitzen.
Sind CFD Broker in Deutschland reguliert?+
CFD Broker brauchen eine Erlaubnis einer Aufsichtsbehörde in der EU, zum Beispiel der BaFin in Deutschland oder der CySEC in Zypern. Mit einer Erlaubnis aus einem EU-Land dürfen sie ihre Dienste auch in Deutschland anbieten. Welche Gesellschaft dich betreut, steht in den Erfahrungsberichten der einzelnen Broker.
Wie hoch ist der maximale Hebel für Privatanleger?+
Für Privatanleger gelten Mindest-Sicherheitsleistungen, aus denen sich der Hebel ergibt: höchstens 1:30 für wichtige Währungspaare, 1:20 für wichtige Indizes, Gold und andere Währungspaare, 1:10 für andere Indizes und Rohstoffe, 1:5 für Aktien und 1:2 für Kryptowährungen.
Was kostet der Spread bei XTB und eToro?+
XTB nennt für EUR/USD einen minimalen Spread von 0,8 Pips. eToro gibt für EUR/USD einen Spread von 0,005 % pro Trade an. Spreads schwanken je nach Marktlage.
Kann ich CFDs ohne echtes Geld ausprobieren?+
Ja. XTB bietet ein Demokonto mit 10.000 EUR virtuellem Guthaben, eToro eines mit 100.000 USD. Dort übst du mit echten Kursen, aber ohne echtes Geld.
Ist CFD Trading für Anfänger geeignet?+
CFDs sind komplexe Instrumente mit Hebelwirkung. Für Einsteiger empfiehlt sich zuerst ein Demokonto — und ein klares Verständnis der Risiken, bevor echtes Kapital eingesetzt wird. Wer langfristig investieren möchte, ist mit einem ETF-Sparplan besser bedient.