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ETF Broker Vergleich 2026

Die besten ETF Broker für ETF-Sparer — ehrlich bewertet nach Kosten, Sparplan-Angebot und Regulierung.

Warum ein Depot Vergleich so wichtig ist

Das falsche Aktiendepot kostet dich langfristig echtes Geld — nicht durch schlechte Performance, sondern durch Gebühren, die sich über Jahre summieren.

Die Unterschiede im deutschen Markt sind erheblich: Neobroker wie Trade Republic bieten ETF-Sparpläne ab 1 Euro ohne Ordergebühren an. Klassische Online-Broker verlangen für dieselbe Order bis zu 12,90 Euro — pro Transaktion. Wer monatlich spart, zahlt am Ende einen deutlich höheren Preis.

Finanzworld vergleicht Aktiendepots und Online-Broker anhand einheitlicher, nachvollziehbarer Kriterien — von Regulierung und Einlagensicherung bis hin zu konkreten Gebühren für ETF-Käufe und Auszahlungen. Unser Scoring-Framework ist öffentlich einsehbar — wie wir bewerten, erklären wir weiter unten auf dieser Seite.

Egal ob du als ETF-Sparer einsteigen, ein Kinderdepot eröffnen oder als aktive Trader handeln willst: Dieser Depot Vergleich hilft dir, den richtigen Anbieter für deine konkrete Situation zu finden — nicht den, der am lautesten wirbt.

Markus Kellner
Chefredakteur & Finanzjournalist · Geprüft: Mai 2026
Markus Kellner
★ Finanzworld Top-Empfehlung
#1
eToro

eToro

Copy Trading — Top-Investoren folgen
Bis zu 3,55 % p.a. Zinsen auf USD-Guthaben
Einlagen abgesichert bis 100.000 EUR
5 $ Gebühr pro Auszahlung vom USD-Konto
52 % der privaten CFD-Konten verlieren Geld.
#2
Scalable Capital

Scalable Capital

2,50 % p.a. Zinsen auf EUR-Guthaben — ohne Obergrenze
8.000+ Aktien und 2.700+ ETFs handelbar
Kostenlose Sparpläne ab 1 € (ETF, Aktien, Krypto)
Mindestgebühr 0,99 € pro Order im FREE-Tarif
Voller Funktionsumfang nur in PRIME+ ab 4,99 €/Monat
#3
XTB

XTB

Kostenloses Trading bis 100.000 € Monatsvolumen
7.500+ Instrumente — Aktien, ETFs, CFDs, Forex
3 % p.a. Zinsen für Neukunden
Zinssatz fällt nach 90 Tagen auf 0,90 % — unter Marktniveau
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 74 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
#4
Trade Republic

Trade Republic

1 € Pauschale pro Order
2,00 % p.a. Zinsen auf gesamtes Guthaben — ab 1 €, ohne Limit
Kostenlose Sparpläne ab 1 € (ETF, Aktien, Krypto)
Kein direkter Xetra-Zugang — Handel nur über Lang & Schwarz
Keine professionellen Trading-Tools
#5
Smartbroker+

Smartbroker+

0 € Ordergebühr über gettex
Zugang zu allen deutschen Börsen inkl. Xetra
1,75 % p.a. Zinsen auf Guthaben
Zinsen nur bei mind. 3 Transaktionen pro Quartal
App noch basic — Desktop-Erfahrung deutlich stärker
#6
finanzen.net zero

finanzen.net zero

Komplett kostenlos — 0 € Order- und Depotgebühren
1.000.000+ Wertpapiere verfügbar
59 echte Kryptowährungen — 24/7 handelbar
Kein Zins auf nicht investiertes Guthaben (0 %)
1 € Aufschlag bei Orders unter 500 €
#7
Comdirect

Comdirect

Vollständiges Banking + Depot aus einer Hand
Sehr große Produkt- und Marktauswahl
BaFin reguliert, seit 1994 am Markt
Hohe Gebühren — ab 12,90 € pro Order zzgl. 0,25 %
App veraltet im Vergleich zu Neobrokern
7.8
★★★★☆
Zum Broker →Bald verfügbar
#8
ING

ING

Kostenloses Depot ohne Mindesteinlage
Größte Direktbank Deutschlands — sehr hohes Vertrauen
BaFin reguliert
4,90 € + 0,25 % pro Order — teuer bei kleinen Beträgen
Begrenzte Trading-Tools und Research-Funktionen
7.5
★★★★☆
Zum Broker →Bald verfügbar
#9
Saxo Bank

Saxo Bank

70.000+ handelbare Instrumente weltweit
Professionelle Research- und Analyse-Tools
BaFin reguliert
Mindesteinlage von 2.000 € empfohlen
Komplexe Gebührenstruktur — nicht für Einsteiger
7.3
★★★★☆
Zum Broker →Bald verfügbar
#10
Bitpanda

Bitpanda

650+ Kryptowährungen — größte Auswahl in der EU
10.000+ echte Aktien und ETFs — seit Januar 2026
Geldmarktrendite auf Guthaben via “Cash Plus“
Höhere Spreads als klassische Broker
Kein garantierter Zinssatz — marktabhängig
7.0
★★★★☆
Zum Broker →Bald verfügbar

So wählen wir die besten ETF Broker

Bei ETF-Sparplänen entscheiden Kleinigkeiten über den langfristigen Anlageerfolg. Wer 25 Euro monatlich über 20 Jahre bespart, zahlt bei einem Broker mit 1 % Ausführungsgebühr deutlich mehr als bei einem Anbieter mit kostenlosen Sparplänen — auch wenn der Unterschied pro Order winzig wirkt. Wir bewerten ETF Broker nach fünf Kriterien.

Sparplankosten

Die meisten Neobroker führen ETF-Sparpläne mittlerweile kostenlos aus — darunter Scalable Capital, Trade Republic und Smartbroker+. Bei klassischen Direktbanken wie der Comdirect oder dem S Broker fällt dagegen oft ein Prozentsatz der Sparrate an, typischerweise zwischen 1,25 % und 1,5 %. Bei einer monatlichen Rate von 100 Euro sind das über 20 Jahre mehrere hundert Euro Unterschied.

Einmalanlage-Gebühren

Wer größere Summen auf einmal investieren will, sollte auf die Ordergebühr für Einmalanlagen achten. Bei Neobrokern wie Trade Republic oder finanzen.net zero kostet ein Einzelkauf meist nur 1 Euro pauschal, sofern der Anlagebetrag über 500 Euro liegt. Bei Direktbanken wie ING oder Consorsbank zahlst du dagegen häufig 0,25 % des Anlagebetrags zusätzlich zu einer Grundgebühr — bei 5.000 Euro Anlagesumme schnell 17 bis 25 Euro.

Depotführung

Die meisten modernen Broker führen das Depot kostenlos, solange du regelmäßig handelst oder einen Sparplan unterhältst. Bei manchen Direktbanken wird die Depotführung erst ab dem vierten Jahr kostenpflichtig, wenn keine Mindestaktivität nachgewiesen wird — ein Detail, das beim ersten Blick auf die Konditionen leicht übersehen wird.

ETF-Auswahl und Handelsplätze

Nicht jeder Broker bietet jeden ETF als Sparplan an. Anbieter mit großer Auswahl ermöglichen mehrere tausend ETF-Sparpläne, oft inklusive Aktionsangebote auf bestimmte Indexfonds. Achte zudem auf den Handelsplatz: Neobroker wickeln Sparpläne meist über Gettex oder Lang & Schwarz ab, während Direktbanken zusätzlichen Zugang zu Xetra bieten — relevant, wenn du auch außerhalb von Sparplänen aktiv handeln willst.

Verzinsung des Verrechnungskontos

Ein zunehmend wichtiges Kriterium: Wird das nicht investierte Guthaben auf deinem Verrechnungskonto verzinst? Mehrere Neobroker bieten mittlerweile 2 % bis 3,5 % p.a. an. Wichtig zu wissen: Bei einigen Anbietern liegt das Geld nicht direkt bei der Bank selbst, sondern bei Partnerbanken oder in Geldmarktfonds — das beeinflusst die Sicherheit im Falle einer Insolvenz.

ETF-Sparplan oder Einmalkauf?

Bei einem ETF-Sparplan investierst du regelmäßig — meist monatlich — einen festen Betrag in einen ausgewählten ETF. Der Vorteil liegt im sogenannten Cost-Average-Effekt: Bei niedrigen Kursen kaufst du automatisch mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. Über lange Zeiträume kann sich daraus ein günstigerer Durchschnittspreis ergeben als bei einer einzelnen Investition zum falschen Zeitpunkt.

Eine Einmalanlage eignet sich, wenn du bereits über einen größeren Betrag verfügst und ihn sofort investieren willst — etwa nach einer Erbschaft oder einem Bonus. Historisch betrachtet schneidet eine sofortige Einmalanlage am Aktienmarkt im Durchschnitt etwas besser ab als ein Sparplan, da Märkte über lange Zeiträume tendenziell steigen. Der psychologische Vorteil des Sparplans bleibt jedoch bestehen: Du musst keinen Einstiegszeitpunkt treffen.

Viele Anleger kombinieren beide Strategien: einen festen Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau, ergänzt durch gelegentliche Einmalanlagen bei verfügbarem Zusatzkapital.

Welcher ETF Broker passt zu wem?

Für reine ETF-Sparer mit Fokus auf niedrigste Kosten eignen sich Trade Republic oder Scalable Capital — beide führen Sparpläne kostenlos aus und bieten attraktive Zinsen auf das Verrechnungskonto. Wer zusätzlich Wert auf eine sehr große ETF-Auswahl und Aktionsangebote legt, findet bei Smartbroker+ oder finanzen.net zero ebenfalls sehr günstige Konditionen.

Wer neben ETF-Sparplänen auch aktiv mit Einzelaktien, CFDs oder Devisen handeln möchte, ist bei XTB besser aufgehoben — die Plattform bietet deutlich mehr Instrumente und professionellere Tools, auch wenn die Sparplankonditionen leicht teurer ausfallen können.

Anleger, die zusätzlich persönlichen Kundenservice, ein Vollbanking-Angebot oder die Möglichkeit für Kinderdepots und Gemeinschaftsdepots schätzen, finden bei Comdirect oder ING ein passenderes Angebot — zu etwas höheren, aber transparenten Gebühren.

ETFs und Steuern in Deutschland

Gewinne aus ETFs unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag. Der Freistellungsauftrag gilt auch hier — bis 1.000 Euro Kapitalerträge jährlich sind steuerfrei, bei Verheirateten 2.000 Euro. Alle Broker in unserem Vergleich führen die Steuer bei deutschen Depots automatisch ab.

Wichtig ist die sogenannte Vorabpauschale: Bei thesaurierenden ETFs — also Fonds, die Erträge automatisch reinvestieren statt auszuschütten — wird einmal jährlich eine fiktive Mindestrendite besteuert, auch wenn du keine ETF-Anteile verkauft hast. Das verhindert Steuerstundung, ist aber für viele Anleger zunächst überraschend.

Bei ausschüttenden ETFs wird die Steuer direkt auf die Dividende fällig. Welche Variante besser passt, hängt von deiner Anlagestrategie ab: Wer den Zinseszinseffekt maximieren will, fährt mit thesaurierenden ETFs trotz Vorabpauschale meist günstiger, da die Erträge automatisch reinvestiert werden.

Häufige Fragen zum ETF Sparplan

Welcher Broker ist der beste für ETF-Sparpläne?
Für niedrigste Kosten eignen sich Trade Republic und Scalable Capital — beide führen ETF-Sparpläne kostenlos aus. Wer eine größere ETF-Auswahl mit Aktionsangeboten sucht, findet bei Smartbroker+ oder finanzen.net zero ebenfalls attraktive Konditionen.
Ab wie viel Geld kann ich einen ETF-Sparplan starten?
Die meisten modernen Broker erlauben Sparraten ab 1 Euro pro Monat. Klassische Direktbanken verlangen oft höhere Mindestraten von 25 bis 50 Euro. Für den Einstieg eignen sich daher Neobroker mit niedrigen Mindestbeträgen besonders gut.
Was ist der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs?
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden automatisch in den Fonds, was den Zinseszinseffekt verstärkt. Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden direkt an dich aus. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs meist effizienter, trotz der jährlichen Vorabpauschale.
Wie werden ETF-Gewinne in Deutschland versteuert?
ETF-Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag. Bei thesaurierenden ETFs fällt zusätzlich jährlich die Vorabpauschale an — eine fiktive Mindestbesteuerung, auch ohne Verkauf. Der Freistellungsauftrag reduziert die Steuerlast bis 1.000 Euro Kapitalerträge jährlich.
Lohnt sich ein ETF-Sparplan oder eine Einmalanlage mehr?
Historisch schneidet eine sofortige Einmalanlage am Aktienmarkt im Durchschnitt etwas besser ab, da Märkte über lange Zeiträume tendenziell steigen. Ein Sparplan reduziert dafür das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts durch den Cost-Average-Effekt. Viele Anleger kombinieren beide Strategien.
Sind meine ETF-Anteile bei einem Neobroker sicher?
ETF-Anteile gelten als Sondervermögen und sind im Falle einer Insolvenz des Brokers geschützt — sie gehören nicht zur Insolvenzmasse. Das Verrechnungskonto für nicht investiertes Guthaben unterliegt dagegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro, die je nach Partnerbank des Brokers variieren kann.
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