Beste Optionsbroker Deutschland 2026
Wer echte Optionen handeln will, braucht mehr als einen Standard-Broker. Wir zeigen, welche Anbieter EUREX-Zugang, faire Gebühren und professionelle Tools bieten.
Wir haben die besten Broker für den Optionshandel in Deutschland verglichen — nach Gebühren pro Kontrakt, Zugang zur EUREX, Plattformqualität und Regulierung. Ob Einsteiger oder aktiver Stillhalter: Hier findest du den passenden Broker.

Saxo Bank
Freedom24
XTB
CapTrader
Flatex
So wählen wir die besten Optionsbroker
Nicht jeder Broker, der Aktien oder ETFs anbietet, eignet sich auch für den Optionshandel. Wer echte Aktienoptionen handeln will, braucht Zugang zu geregelten Terminbörsen — vor allem zur EUREX für europäische Titel und zu US-Terminbörsen wie CME oder CBOE. Viele deutsche Neobroker und Direktbanken bieten stattdessen nur Optionsscheine an. Das ist etwas grundlegend anderes.
Bei der Auswahl der Broker für diesen Vergleich haben wir sechs Kriterien angelegt, die für aktive Optionshändler und Stillhalter in Deutschland tatsächlich relevant sind.
Handelsplätze und Märkte
Wer Stillhalterstrategien umsetzen will — Covered Calls schreiben, Cash-Secured Puts verkaufen — braucht direkten Zugang zur EUREX oder zu US-Terminbörsen. Broker, die nur Optionsscheine anbieten, scheiden damit aus. Im Vergleich haben wir ausschließlich Anbieter berücksichtigt, die echten Optionshandel ermöglichen.
Gebühren pro Kontrakt
Im Optionshandel zählt nicht die Ordergebühr, sondern der Preis pro Kontrakt. Bei Interactive Brokers liegt dieser bei rund 1,25 bis 1,75 Euro pro Kontrakt inklusive Börsenentgelt. Wer regelmäßig handelt, sollte die Gesamtkosten pro Trade genau durchrechnen: Basisgebühr, Börsenentgelt und eventuelle Inaktivitätsgebühren summieren sich schnell.
Plattform und Tools
Optionshandel stellt andere Anforderungen an die Plattform als normales Aktienhandeln. Eine vollständige Options-Chain-Ansicht, die Anzeige der wichtigsten Greeks (Delta, Theta, Vega, Gamma) und ein Strategie-Builder für mehrbeinige Positionen sind keine Extras — sie sind Grundvoraussetzung. Interactive Brokers und Saxo Bank erfüllen diese Anforderungen vollständig.
Regulierung und Einlagensicherung
Alle Broker in unserem Vergleich sind in der EU reguliert — durch die BaFin, CySEC oder eine gleichwertige Aufsichtsbehörde. Einlagen sind bis 100.000 Euro durch europäische Einlagensicherungssysteme abgesichert.
Optionen vs. Optionsscheine: Was ist der Unterschied?
Wer in Deutschland nach einem Optionsbroker sucht, stößt schnell auf ein Problem: Viele Anbieter bieten gar keine echten Optionen an — sondern Optionsscheine, auch Warrants genannt. Der Unterschied ist erheblich.
Echte Optionen sind standardisierte Kontrakte, die an geregelten Terminbörsen wie der EUREX oder der amerikanischen CBOE gehandelt werden. Ein unabhängiges Clearinghaus steht zwischen Käufer und Verkäufer — das eliminiert das Emittentenrisiko vollständig. Die Konditionen sind transparent, die Liquidität hoch, und die Preisbildung erfolgt über den freien Markt.
Optionsscheine hingegen werden von Banken selbst emittiert und außerbörslich gehandelt. Der Emittent legt die Konditionen fest und stellt selbst die Kurse. Bei Spreads und Preissetzung hat der Privatanleger kaum Verhandlungsmacht. Für systematische Strategien wie das Verkaufen von Puts oder das Schreiben von Covered Calls sind Optionsscheine ungeeignet.
Wer als Stillhalter agieren oder von der Optionsprämie profitieren will, braucht einen Broker mit echtem Terminbörsen-Zugang — und das schließt die meisten deutschen Direktbanken und alle Neobroker aus.
Welcher Optionsbroker passt zu wem?
Die Wahl des richtigen Brokers hängt stark vom eigenen Erfahrungsstand und der geplanten Strategie ab. Für Einsteiger bietet CapTrader den besten Einstieg: deutschsprachiger Support, BaFin-Regulierung und die bewährte Infrastruktur von Interactive Brokers — ohne die Komplexität der englischsprachigen IBKR-Oberfläche. XTB eignet sich für Nutzer, die eine einfache Plattform bevorzugen und zunächst mit kleineren Positionen starten.
Wer regelmäßig als Stillhalter agiert — also systematisch Puts oder Covered Calls verkauft — kommt an Interactive Brokers kaum vorbei. Die Gebühren pro Kontrakt sind marktführend günstig, der Zugang zur EUREX direkt, und die Trader Workstation bietet alle Tools für eine professionelle Optionsstrategie.
Premium-Anleger mit höherem Kapital finden bei der Saxo Bank eine attraktive Alternative: moderne Plattform, breite Marktabdeckung und hochwertiges Research — allerdings zu deutlich höheren Gebühren als bei IBKR.
Optionshandel und Steuern in Deutschland
Gewinne aus dem Optionshandel unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Wer seinen Freistellungsauftrag noch nicht eingerichtet hat, sollte das nachholen: Bis zu 1.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr sind steuerfrei, bei Verheirateten 2.000 Euro.
Seit 2021 gilt eine steuerliche Besonderheit, die viele Optionshändler überrascht: Verluste aus Termingeschäften können nur bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen verrechnet werden. Verluste darüber hinaus werden in das Folgejahr vorgetragen.
Wer bei einem ausländischen Broker ohne deutsche Niederlassung handelt — etwa bei Interactive Brokers mit Sitz in Irland — muss beachten, dass die Steuer nicht automatisch abgeführt wird. Gewinne sind dann in der Steuererklärung selbst anzugeben.