- ✓US-Aktienoptionen ab 0,65 $ pro Kontrakt (Tarif Smart)
- ✓Keine Monatsgebühr
- ✓Aktien, ETFs, Anleihen und Futures über dasselbe Konto
- –Anlegerentschädigung über den zyprischen ICF bis 20.000 €
- –Steuern in der Regel selbst in der Steuererklärung angeben
Optionsbroker Vergleich 2026: 6 Anbieter für Deutschland
Wer börsengehandelte Optionen handeln will, braucht Zugang zu Terminbörsen. Wir zeigen, welche Anbieter das bieten, was ein Kontrakt kostet und wo nur Optionsscheine oder außerbörsliche Produkte handelbar sind.
Finanzworld-Redaktion · Stand: 7. Oktober 2026
Für US-Optionen
Freedom24
7. Okt.US-Aktienoptionen ab 0,65 $ pro Kontrakt (Tarif Smart). Keine Monatsgebühr.
Zum Broker →Für EUREX-Optionen mit deutschem Anbieter
CapTrader
7. Okt.Optionen Deutschland ab 2,00 € pro Kontrakt, USA ab 3,50 $. Sitz in Düsseldorf, Konto- und Depotführung kostenlos.
Zum Broker →Verglichen haben wir den Preis pro Kontrakt, den Zugang zu Terminbörsen und die Aufsicht – anhand der Preisseiten und Impressen der Anbieter. Die Reihenfolge ist eine redaktionelle Auswahl, keine Rangliste nach Noten.
Alle 6 Optionsbroker im Überblick
- ✓Optionen Deutschland ab 2,00 € pro Kontrakt, USA ab 3,50 $
- ✓Sitz in Düsseldorf, Konto- und Depotführung kostenlos
- ✓Zugang zu über 1,2 Mio. Wertpapieren
- –Kontoeröffnung ab 2.000 €
- ✓EUREX-Optionen 2,00 € pro Kontrakt, US-Optionen (Cboe) 3,50 $
- ✓Keine monatliche Mindestaktivitätsgebühr im Einzelkonto
- ✓US-Optionen auf über 3.000 Aktien
- –Niederlassung eines niederländischen Brokers; Aufsicht durch BaFin und AFM
- ✓Hebelprodukte der Premiumpartner ab 0,00 € Orderprovision
- ✓Konto- und Depotführung inklusive
- –Im Produktangebot stehen Zertifikate und Hebelprodukte, keine börsengehandelten Optionen
- –Sonstige Emittenten: 5,90 € unter 1.000 €, 15,90 € darüber
- ✓Vanilla Options und Barriers neben CFDs und Knock-Outs
- ✓Deutsche Gesellschaft: IG Europe GmbH
- –Keine börsengehandelten Optionen — IG ist Vertragspartner
- –Hebelprodukte mit hohem Verlustrisiko
74 % der privaten CFD-Konten verlieren Geld.
- ✓140 Optionen auf ETFs und US-Aktien
- ✓Mindesteinzahlung 1 €
- –Neues, noch kleines Optionsangebot
- –Keine Optionen an der EUREX
Die 6 Optionsbroker im Detail
1. Freedom24
Freedom24 ist die Handelsplattform der Freedom Finance Europe Ltd, die zur Freedom Holding Corp gehört. Der Anbieter bietet US-Aktienoptionen an; im Tarif „Smart“ kostet ein Kontrakt 0,65 $, im Tarif „All inclusive“ 3 $ plus 10 € pro Order. Für Optionshändler ist deshalb „Smart“ der günstigere Tarif. Weil der Anbieter auf Zypern sitzt, werden Steuern in der Regel nicht automatisch abgeführt.
- Anbieter
- Freedom Finance Europe Ltd
- Aufsicht
- CySEC (CIF 275/15)
- Produkt
- Börsengehandelte US-Aktienoptionen
- Tarif Smart
- 0,65 $ pro Kontrakt
- Tarif All inclusive
- 3 $ pro Kontrakt + 10 € pro Order
- Absicherung
- ICF bis 20.000 €
2. CapTrader
Die CapTrader GmbH sitzt in Düsseldorf. Optionen in Deutschland kosten laut Konditionenseite ab 2,00 € pro Kontrakt, Optionen in den USA ab 3,50 $. Konto- und Depotführung sind kostenlos, die Kontoeröffnung ist ab 2.000 € möglich. Die erste Auszahlung im Monat ist kostenfrei, jede weitere per SEPA kostet 1 €. Die Handelsabwicklung läuft über Interactive Brokers.
- Anbieter
- CapTrader GmbH, Düsseldorf
- Aufsicht
- BaFin (Finanzdienstleistungen)
- Produkt
- Börsengehandelte Optionen
- Optionen Deutschland
- ab 2,00 € pro Kontrakt
- Optionen USA
- ab 3,50 $ pro Kontrakt
- Kontoeröffnung
- ab 2.000 €
3. LYNX
LYNX ist in Deutschland als Zweigniederlassung der LYNX B.V., Amsterdam tätig; zuständige Aufsichtsbehörden sind laut Impressum BaFin und die niederländische AFM. Aktien- und Indexoptionen an der EUREX kosten 2,00 € pro Kontrakt, US-Aktien- und Indexoptionen an der Cboe 3,50 $. LYNX nennt in den USA Optionen auf über 3.000 Aktien sowie Handel an den Börsen von Hongkong und Tokio. Für Einzel- und Gemeinschaftskonten fällt keine monatliche Mindestaktivitätsgebühr an.
- Anbieter
- LYNX B.V. Germany Branch, Berlin
- Aufsicht
- BaFin und AFM
- Produkt
- Börsengehandelte Optionen
- EUREX
- 2,00 € pro Kontrakt
- USA (Cboe)
- 3,50 $ pro Kontrakt
- Mindestaktivitätsgebühr
- Einzelkonto 0,00 €
4. Flatex
Flatex führt in seiner Produktübersicht Zertifikate und Hebelprodukte, aber keine börsengehandelten Optionen. Optionsscheine sind Wertpapiere eines Emittenten: Basispreis, Laufzeit und Bezugsverhältnis gibt der Emittent vor, und du trägst dessen Ausfallrisiko. Produkte der Premiumpartner gibt es ab 0,00 € Orderprovision, zuzüglich Spreads, Zuwendungen und Produktkosten; bei anderen Emittenten kostet eine Order 5,90 € unter 1.000 € und 15,90 € darüber. Für Stillhalterstrategien eignen sich Optionsscheine nicht, weil man sie nur kaufen kann.
- Produkt
- Zertifikate und Hebelprodukte
- Premiumpartner
- ab 0,00 € Orderprovision
- Sonstige Emittenten
- 5,90 € unter 1.000 €, 15,90 € ab 1.000 €
- Konto- und Depotführung
- inklusive
5. IG
Deutsche Kunden handeln bei der IG Europe GmbH in Frankfurt am Main. IG bietet neben CFDs und Knock-Outs zwei Optionsprodukte an: Vanilla Options und Barriers. Beide werden nicht an einer Börse gehandelt – Vertragspartner ist IG. Das macht den Zugang einfach, bedeutet aber auch, dass es keinen Börsenpreis als Vergleich gibt. Wie bei allen Hebelprodukten ist das Verlustrisiko hoch.
- Anbieter
- IG Europe GmbH
- Aufsicht
- BaFin und Bundesbank
- Produkt
- Vanilla Options und Barriers (außerbörslich)
- Anlegerentschädigung
- EdW: 90 % bis 20.000 €
74 % der privaten CFD-Konten verlieren Geld.
6. XTB
XTB hat sein Angebot um Optionen erweitert und nennt 140 Optionen auf ETFs und US-Aktien. Das Angebot ist neu und deutlich kleiner als bei den spezialisierten Anbietern; Optionen an der EUREX gehören nicht dazu. Für einen ersten Eindruck vom Produkt kann das genügen – wer Strategien mit mehreren Optionen oder Stillhaltergeschäfte plant, braucht einen der Broker mit Zugang zu den Terminbörsen.
- Produkt
- 140 Optionen auf ETFs und US-Aktien
- Mindesteinzahlung
- 1 €
Ein wichtiger Hinweis zu diesem Vergleich: Es gibt in Deutschland nur wenige Broker mit direktem Zugang zu echten, an Terminbörsen wie der EUREX gehandelten Optionen — Freedom24, CapTrader und LYNX gehören dazu. Flatex, IG und XTB bieten stattdessen Optionsscheine, Zertifikate oder außerbörsliche Produkte wie Vanilla- und Barrier-Optionen an, bei denen der Broker selbst oder ein Emittent als Gegenpartei auftritt. Das ist nicht grundsätzlich schlechter — für Einsteiger oft sogar zugänglicher — aber ein anderes Produkt mit anderem Risikoprofil.
So wählen wir die besten Optionsbroker
Nicht jeder Broker, der Aktien oder ETFs anbietet, eignet sich auch für den Optionshandel. Wer echte Aktienoptionen handeln will, braucht Zugang zu geregelten Terminbörsen — vor allem zur EUREX für europäische Titel und zu US-Terminbörsen wie CME oder CBOE. Viele deutsche Neobroker und Direktbanken bieten stattdessen nur Optionsscheine an. Das ist etwas grundlegend anderes.
Bei der Auswahl der Broker für diesen Vergleich haben wir vier Kriterien angelegt, die für aktive Optionshändler und Stillhalter in Deutschland tatsächlich relevant sind.
Handelsplätze und Märkte
Wer Stillhalterstrategien umsetzen will — Covered Calls schreiben, Cash-Secured Puts verkaufen — braucht direkten Zugang zur EUREX oder zu US-Terminbörsen. Broker, die nur Optionsscheine anbieten, scheiden dafür aus. Im Vergleich kennzeichnen wir deshalb bei jedem Anbieter, ob er börsengehandelte Optionen oder ein anderes Produkt anbietet.
Gebühren pro Kontrakt
Im Optionshandel zählt nicht die Ordergebühr, sondern der Preis pro Kontrakt. Wer regelmäßig handelt, sollte die Gesamtkosten pro Trade genau durchrechnen: Basisgebühr, Börsenentgelt und eventuelle Inaktivitätsgebühren summieren sich schnell.
Plattform und Tools
Optionshandel stellt andere Anforderungen an die Plattform als normales Aktienhandeln. Eine vollständige Options-Chain-Ansicht, die Anzeige der wichtigsten Greeks (Delta, Theta, Vega, Gamma) und ein Strategie-Builder für mehrbeinige Positionen sind keine Extras — sie sind Grundvoraussetzung.
Regulierung und Einlagensicherung
Alle Broker in unserem Vergleich sind in der EU reguliert — durch die BaFin, die CySEC oder eine andere nationale Aufsicht. Wie Kundengelder abgesichert sind, unterscheidet sich je nach Anbieter und Land deutlich: von der deutschen Einlagensicherung bis zum zyprischen Anlegerentschädigungsfonds mit 20.000 €. Die Details stehen bei jedem Anbieter.
Optionen vs. Optionsscheine: Was ist der Unterschied?
Wer in Deutschland nach einem Optionsbroker sucht, stößt schnell auf ein Problem: Viele Anbieter bieten gar keine echten Optionen an — sondern Optionsscheine, auch Warrants genannt. Der Unterschied ist erheblich.
Echte Optionen sind standardisierte Kontrakte, die an geregelten Terminbörsen wie der EUREX oder der amerikanischen CBOE gehandelt werden. Ein unabhängiges Clearinghaus steht zwischen Käufer und Verkäufer — das eliminiert das Emittentenrisiko vollständig. Die Konditionen sind transparent, die Liquidität hoch, und die Preisbildung erfolgt über den freien Markt.
Optionsscheine hingegen werden von Banken selbst emittiert und außerbörslich gehandelt. Der Emittent legt die Konditionen fest und stellt selbst die Kurse. Bei Spreads und Preissetzung hat der Privatanleger kaum Verhandlungsmacht. Für systematische Strategien wie das Verkaufen von Puts oder das Schreiben von Covered Calls sind Optionsscheine ungeeignet.
Wer als Stillhalter agieren oder von der Optionsprämie profitieren will, braucht einen Broker mit echtem Terminbörsen-Zugang — und das schließt die meisten deutschen Direktbanken und alle Neobroker aus.
Welcher Optionsbroker passt zu wem?
Die Wahl des richtigen Brokers hängt stark vom eigenen Erfahrungsstand, der geplanten Strategie und davon ab, ob echter Börsenzugang oder ein einfacherer Einstieg wichtiger ist. Wer Optionen erst kennenlernen will, findet bei XTB und IG einen Zugang ohne Terminbörsenkonto — dafür ohne börsengehandelte Kontrakte.
Wer regelmäßig als Stillhalter agiert — also systematisch Puts oder Covered Calls verkauft — kommt an einem der drei Broker mit echtem Börsenzugang kaum vorbei. Für US-Aktienoptionen ist Freedom24 im Tarif Smart mit 0,65 $ pro Kontrakt der günstigste Anbieter in diesem Vergleich. Für Optionen an der EUREX kommen CapTrader (ab 2,00 € pro Kontrakt) und LYNX (2,00 € pro Kontrakt) infrage; bei CapTrader ist die Kontoeröffnung ab 2.000 € möglich.
Wer lieber über Optionsscheine oder Zertifikate handelt statt über Terminbörsen, findet bei Flatex Produkte der Premiumpartner ab 0,00 € Orderprovision, zuzüglich Spreads, Zuwendungen und Produktkosten.
Optionshandel und Steuern in Deutschland
Gewinne aus dem Optionshandel unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Wer seinen Freistellungsauftrag noch nicht eingerichtet hat, sollte das nachholen: Bis zu 1.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr sind steuerfrei, bei Verheirateten 2.000 Euro.
Die 2021 eingeführte Grenze, nach der Verluste aus Termingeschäften nur bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen verrechnet werden durften, wurde wieder abgeschafft: Sie ist auf alle offenen Fälle nicht mehr anzuwenden (§ 52 Abs. 28 Satz 25 EStG).
Wer bei einem ausländischen Broker ohne deutsche Niederlassung handelt muss beachten, dass die Steuer nicht automatisch abgeführt wird. Gewinne sind dann in der Steuererklärung selbst anzugeben.
Häufige Fragen zum Optionshandel
Welcher Broker passt für den Optionshandel in Deutschland?+
Das hängt vom Markt ab. Für Optionen an der EUREX kommen CapTrader (ab 2,00 € pro Kontrakt) und LYNX (2,00 € pro Kontrakt) infrage. Für US-Aktienoptionen ist der Preis pro Kontrakt bei Freedom24 im Tarif Smart mit 0,65 $ am niedrigsten in diesem Vergleich; CapTrader und LYNX berechnen 3,50 $.
Kann ich an der EUREX Optionen handeln?+
Ja, zum Beispiel über CapTrader oder LYNX. Viele Direktbanken und Neobroker bieten diesen Zugang nicht an – dort gibt es meist Optionsscheine oder außerbörsliche Produkte.
Wie werden Optionsgewinne in Deutschland versteuert?+
Gewinne aus Optionsgeschäften unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Bei ausländischen Brokern ohne deutsche Niederlassung musst du Gewinne in der Regel selbst in der Steuererklärung angeben. Die frühere Verlustverrechnungsgrenze von 20.000 Euro für Termingeschäfte ist abgeschafft (§ 52 Abs. 28 Satz 25 EStG).
Was ist der Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen?+
Optionen sind standardisierte Kontrakte an Terminbörsen wie der EUREX oder der Cboe. Optionsscheine sind Wertpapiere, die ein Emittent herausgibt – mit eigenen Bedingungen und Emittentenrisiko. Optionsscheine kann man nur kaufen; für Stillhalterstrategien braucht man börsengehandelte Optionen.
Brauche ich eine besondere Freischaltung für den Optionshandel?+
In der Regel ja. Broker fragen Kenntnisse und Erfahrungen mit Derivaten ab, bevor sie den Handel freischalten. Viele Anbieter arbeiten mit Stufen: Für den Kauf von Optionen genügt eine niedrige Stufe, für das Schreiben ungedeckter Optionen ist die höchste nötig.
Was kostet ein Optionskontrakt?+
In diesem Vergleich: an der EUREX ab 2,00 € (CapTrader) beziehungsweise 2,00 € (LYNX), in den USA 0,65 $ (Freedom24, Tarif Smart) bis 3,50 $ (CapTrader, LYNX). Dazu kommt die Optionsprämie selbst und gegebenenfalls eine Sicherheitsleistung.
Weitere Vergleiche
Quellen: offizielle Preis- und Leistungsverzeichnisse der Anbieter sowie Aufsichtsregister. Finanzworld kann eine Provision erhalten, wenn du über unsere Links ein Konto eröffnest. Optionshandel ist riskant und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine Anlageberatung.